Bald Radverkehr in beiden Richtungen in der Jungiusstraße und Caffamacherreihe?

Das deutet zumindest eine Antwort der Radverkehrskoordinatorin an. Aber der Reihe nach.

Die Caffamacherreihe wird momentan zwischen Axel-Springer-Platz und Valentinskamp umgebaut. Ein bereits eröffnetes Teilstück zeigt, dass dort Radverkehrsanlagen in beide Richtungen angelegt werden. Für den Abschnitt der Caffamacherreihe und der Jungiusstraße zwischen Valentinskamp und Marseiller Straße wäre ein ähnlicher Umbau naheliegend, ist aber momentan nicht konkret geplant. Das Titelbild zeigt, dass die Straßen in dem Bereich völlig überdimensioniert für eine reine Erschließungsstraße sind. Ein Fahrstreifen (plus Abbiegestreifen) würde meiner Meinung nach völlig ausreichen. Dann wäre auch in diesem Bereich mehr als genug Platz, um in beide Richtungen Radfahrstreifen anzulegen.

Ein Anfang wurde bereits gemacht. Aufgrund der Baumaßnahmen entlang der Verbindungsbahn und am Congress-Center wurde eine provisorische Umleitung für Radfahrer eingerichtet. Diese führt über St. Petersburger Straße, Jungiusstraße und Gorch-Fock-Wall. In der Jungiusstraße wurde dazu teilweise ein Radweg auf dem Gehweg markiert, teilweise wurde (wahrscheinlich unbewusst) eine Protected Bike Lane geschaffen (s. Bilder). Für diese Maßnahme musste nicht mal einer der drei Fahrstreifen (plus Parkstreifen auf beiden Seiten, Stichwort Arrogance of Space) angefasst werden. M. E. wäre es langfristig aber sinnvoller, die Fahrbahn um einen Streifen zu reduzieren und so mehr Platz zu gewinnen.

Eine Antwort der Radverkehrskoordinatorin Kirsten Pfaue vom BWVI (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation) auf der VELO Hamburg legt nun nahe, dass auch im verbleibenden Abschnitt der Jungiusstraße und der noch nicht umgebauten Caffamacherreihe eine provisorische Markierung für den Radverkehr in Gegenrichtung erfolgen wird. Ob das Provisorium Bestand haben wird, hänge auch von der Nutzung ab.

Hoffen wir mal, dass diese Netzlücke auch dauerhaft geschlossen bleibt.

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Ein Gedanke zu „Bald Radverkehr in beiden Richtungen in der Jungiusstraße und Caffamacherreihe?

  1. es ist alleine schonmal ein vorteil das in hamburg jetzt mal etwas aus den boden gemalt wird. wenn man sich die straßen so anschaut, traut man das nicht so oft, es wird meist versucht mit absperrungen und schildern alles zu regeln und das naheliegende werkzeug „straßenmarkierungen“ wird in meinen augen eher vernachlässigt. daher bin ich sehr erfreut über die (temporären) markierungen.

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