Baustellen-Update: Mundsburger Damm / Papenhuder Straße

Als Wiedereinstieg nach meinem Urlaub gibt es ein paar Bilder von neuer Radverkehrsinfrastruktur.

Los geht es in diesem Beitrag mit der umgebauten Kreuzung Mundsburger Damm/Papenhuder Straße. Die Kreuzung wurde im Rahmen des Kfz- äh… Busbeschleunigungsprogramms umgebaut. Herausgekommen ist eine in Teilen großzügiger dimensionierte Radinfrastruktur, vor allem breitere Radfahrstreifen. Außerdem wurde eine neue Querungsmöglichkeit über den Mundsburger Damm in der Achse der Hartwicusstraße geschaffen.

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Die neue Querungsmöglichkeit in der Achse der Hartwicusstraße

Ich vermute, dass die Veloroute (s. Abbildung) zumindest stadtauswärts auf diese Achse verlegt werden soll. Offiziell führt sie noch über die Armgartstraße, wo allerdings gar keine Querungsmöglichkeit des Mundsburger Damms existiert. Weder legal (durchgezogene Mittellinie), noch faktisch, da die Straße ohne Mittelinsel oder Ampel in der Hauptverkehrszeit so gut wie nicht gequert werden kann. Sogar Relikte aus ganz vergangenen Zeiten finden sich hier: ein straßenbegleitender Zaun. Dementsprechend hoch ist der Anteil der Fahrradfahrer, die im Mundsburger Damm stadtauswärts auf der falschen/linken Straßenseite fahren. Wenn die neue Route über die Hartwicusstraße gut ausgewiesen werden würde, könnten einige Geisterradler hier sicherlich überzeugt werden, diese auch zu benutzen.

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Velorouten 5 und 6 im Bereich der umgebauten Kreuzung, in Blau mögliche Verlegung, Quelle: Geoportal Hamburg

Leider wurde keine direkte Querungsmöglichkeit von der Papenhuder Straße (Nord) in die Papenhuder Straße (Süd) eingerichtet. Stattdessen müssen Radfahrer und Fußgänger über vier (!) Ampeln und drei Kreuzungsarme über den Mundsburger Damm fahren bzw. gehen. Man könnte es für einen Schildbürgerstreich halten, aber es ist der volle Ernst der LSBG. Die Begründung für diese Wegeführung kann sich jeder denken: die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes (wohlgemerkt nur für den motorisierten Verkehr) wäre dann gefährdet.

Hinzu kommen noch unterdimensionierte Aufstellflächen für Radfahrer. Da scheinen die Richtlinien für die Planer keinerlei verständliche Aussagen zu treffen. Oder wie kommt man darauf, eine Aufstellfläche für zwei Fahrräder zu planen?

Zu sehen ist der Umweg- und Ampelwahnsinn in den folgenden Bildern:

Zum Abschluss noch drei weitere Bilder des Umbaus:

Wer sich den Umbau (zumindest in der Theorie) „von oben“ anschauen möchte, den verweise ich noch auf die Lagepläne des Umbaus.

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