Veloroute 1/2: Umbau Kaiser-Wilhelm-Straße und Stadthausbrücke

Bevor der erste Teil des Umbaus schon fertig ist, möchte ich noch die Planung für den Bereich vorstellen. Es handelt sich um einen Teil der Velorouten 1 und 2 zwischen Johannes-Brahms-Platz und Rödingsmarkt, also ein wichtiges Verbindungsstück in der Innenstadt.

Anlass der Planung ist u. a. die Erschließung der neuen „Stadthöfe“ und die Aufwertung der angrenzenden öffentlichen Flächen, aber natürlich auch die Verbesserung der Radverkehrsführung, die in diesem Bereich z. T. noch gar nicht existiert.

Beginnen wir beim Johannes-Brahms-Platz, der leider – genau wie die Kreuzung mit dem Wall – ausgeklammert wird. Dabei hätte diese eine bessere Radinfrastruktur ebenfalls deutlich nötig, obwohl sie erst vor wenigen Jahren umgebaut wurde.

Die Kaiser-Wilhelm-Straße, die im Bestand nur auf einer Straßenseite einen in allen Belangen katastrophalen Radweg aufweist (Breite, Linienführung, Übersicht, Oberfläche), erhält beidseitig Radfahrstreifen. Ausnahmen sind die Bushaltestellen, die als Buskaps ausgebildet werden, und wo der Radverkehr auf Schutzstreifen geführt wird.

KWS
Planung in der Kaiser-Wilhelm-Straße [1]
Der Straßenzug Caffamacherreihe, Fuhlentwiete wird zur Einbahnstraße stadtauswärts. Dadurch wird zum einen der Verkehr dort reduziert, zum anderen werden dadurch große Flächen im Knotenpunkt Fuhlentwiete/Kaiser-Wilhelm-Straße frei. Auch die Einmündung der Straße Große Bleichen (wieso muss da eigentlich noch Durchgangsverkehr bis zum Jungfernstieg möglich sein?) wird etwas kompakter gebaut, wodurch der Axel-Springer-Platz vergrößert und aufgewertet wird. Trotz mehrerer Fahrstreifen soll der Einmündungsbereich der Straße Große Bleichen aber keine separate Radinfrastruktur erhalten.

ASP
Planung im Bereich des Axel-Springer-Platzes [1]
Im Bereich der Stadthausbrücke, der Stadthöfe und bis zum Rödingsmarkt wird eine wilde Mischung aus Radfahrstreifen, Schutzstreifen und Radweg angelegt – je nachdem, was der Platz so hergibt. Positiv hervorzuheben ist der breitere Fußweg im Bereich der Stadthöfe. Dafür entfällt in dem Bereich ein Fahrstreifen stadtauswärts.

SHB
Planung im Bereich der Stadthausbrücke und Rödingsmarkt [1]
Den Abschluss bildet der Knotenpunkt Rödingsmarkt, der im Vergleich zu heute kompakter ausgeführt wird. Dadurch ergeben sich übersichtlichere Verkehrsführungen. So wird zum Beispiel der Radfahrstreifen vom Graskeller über die Kreuzung in den Großen Burstah geführt. Verbessert wird auch die Anbindung des Alten Walls für Radfahrer. Die Einbahnstraße wird für Radfahrer in Gegenrichtung geöffnet. Schön finde ich auch die zwei freien Rechtsabbieger für Radfahrer an dieser Kreuzung (Rödingsmarkt -> Alter Wall und Graskeller -> Rödingsmarkt). Solche kleinen, aber sehr hilfreichen Lösungen können gerne öfter geplant werden.

Mein Fazit für diese Planung: Der Umbau wird eine deutliche Verbesserung für die Aufenthaltsqualität und für den Radverkehr bringen. Ich würde mir bei der Radinfrastruktur allerdings wie so oft mehr Konsequenz und Kontinuität wünschen.

Die Beschreibung der Planung beruht auf der 1. Verschickung. Die Planung kann sich also noch verändert haben. Neuere Planunterlagen sind aber online nicht verfügbar.

Quellen und Informationen:

[1]  Stadthöfe Hamburg, Umgestaltung der öffentlichen Flächen – 1. Verschickung

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