Regelwerke

Die Planung von Radverkehrsanlagen erfolgt anhand mehrerer Regelwerke. Die wichtigsten werden hier kurz aufgelistet und erläutert.

Straßenverkehrsordnung (StVO) und Verwaltungsvorschrift zur StVO (VwV-StVO)

Die StVO ist die Grundlage des Straßenverkehrs. In der Verwaltungsvorschrift wird die Umsetzung der StVO geregelt und erläutert. Dort werden z. B. Vorgaben für die Anordnung der Radwegbenutzungspflicht gemacht.

Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06)

Um eine ausgewogene Planung für alle Verkehrsteilnehmer zu erreichen, wird die RASt angewendet. Die RASt ist ein technisches Regelwerk, das den Stand der Technik für den Entwurf von Stadtstraßen wiedergibt. Insbesondere Grundsätze der Planung, Querschnitte, Linienführung und Knotenpunkte werden in der Richtlinie behandelt. Die Richtlinie ist nicht öffentlich verfügbar.

Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA)

Die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen sind das maßgebende Regelwerk für die Planung von Radverkehrsanlagen. Die ERA ist ebenfalls ein technisches Regelwerk, das den Stand der Technik in seinem Bereich darstellt. Insbesondere die Führungsform des Radverkehrs und die konkrete Ausgestaltung der Radverkehrsanlagen (Breite, Sicherheitsräume), aber auch Netzplanung, Fahrradparken und Weiteres sind dort geregelt. Die ERA ergänzt die RASt.

ReStra: Hamburger Regelwerke für Planung und Entwurf von Stadtstraßen

Für die Stadt Hamburg gibt es seit November 2017 die sogenannten Hamburger Regelwerke für Planung und Entwurf von Stadtstraßen, die im Wesentlichen auf die RASt und die ERA verweisen, aber auch einige Hamburger Besonderheiten aufweisen. Hervorzuheben ist hier die Vorgabe, dass Radfahrstreifen eine Regelbreite von 2,25 m haben sollen.

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